Raiffeisenbank Zeller Land beeindruckt: Erneut auf deutlichem Wachstumskurs

Auf dem Weg zum Finanzierer Nummer Eins in der Region

Briedel/Blankenrath.

Erstmals seit langer Zeit fand die Generalversammlung nicht wie gewohnt in Zell, sondern in Blankenrath in der Schulsporthalle statt. Ein Signal der Raiffeisenbank an ihre Kunden und Mitglieder in der Hunsrückregion und ein Dankeschön für deren Verbundenheit. Unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Jochen Hansen ging es am Donnerstagabend darum, die Berichte zum vergangenen Geschäftsjahr entgegenzunehmen und die nach Satzung und Gesetz notwendigen Beschlüsse herbeizuführen.

Dass die Raiffeisenbank Zeller Land als regionale Kreditgenossenschaft nicht auf eine schnelle Gewinnmaximierung aus sei, sondern die Förderung von Mitgliedern und Kunden oberste Priorität habe, kam in den Berichten der beiden Bankvorstände Hans Josef Schumacher und Thomas Wagner zum Ausdruck.

„Viele Herausforderungen waren im vergangenen Jahr zu bewältigen. An erster Stelle zu nennen ist die Umstellung der gesamten Bank auf ein neues EDV-System, welches Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen beanspruchte. Dies war nur mit erheblichem Kostenaufwand und immensem Personaleinsatz zu stemmen“ erläuterte Vorstandsmitglied Hans Josef Schumacher in seinem Vortrag.

Rund eine Viertelmillion höher fiel das operative Ergebnis der Bank aus. Und dies trotz sinkender Zinsen und fallender Margen. Dieses Ergebnis konnte nur durch herausragende Mitarbeiterleistungen und zufriedene Mitglieder und Kunden erzielt werden, sagte Schumacher weiter.

Konkret ging Vorstandsmitglied Thomas Wagner danach auf die Entwicklungszahlen der Bank ein. „Angesichts der guten konjunkturellen Lage konnten wir auch im Jahr 2018 in allen wichtigen Geschäftsfeldern und Positionen unserer Bilanz deutliche Zuwächse verzeichnen. Damit ist es uns gelungen, unsere Position zu festigen und unsere Wettbewerbsstärke zu beweisen. Wir haben unsere Ziele und Planzahlen insgesamt erreicht, teilweise sogar sehr deutlich übertroffen“, erklärte Bankvorstand Thomas Wagner zu Beginn seines Vorstandsberichtes über das vergangene Geschäftsjahr.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick: Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund gestiegener Kundeneinlagen um 7,7 Prozent auf jetzt 252,6 Millionen Euro. Das gesamte betreute Kundenvolumen – dieser Wert beinhaltet neben den in der Bilanz festgeschriebenen Geschäften das gesamte Volumen aller Kreditgeschäfte und Einlagen mit den Mitgliedern und Kunden – stieg um 5,82 Prozent auf 518,6 Millionen Euro. „Wir werten dieses hohe Volumen und die positive Entwicklung als einen großen Vertrauensbeweis unserer Mitglieder und Kunden in unsere Bank und unsere Mitarbeiter.“ so Vorstandsmitglied Wagner

Bei den bilanziellen Kundenforderungen verzeichnete die Bank ein deutlich überdurchschnittliches Wachstum von 10,9 Prozent auf 135,2 Millionen Euro. Das gesamte Kreditvolumen belief sich auf 174,8 Millionen Euro. „Alleine in 2018 haben wir mit mehr als 33 Millionen Euro an Neukrediten für die Erfüllung von Lebensträumen, Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Existenzsicherung und -gründung von Unternehmern gesorgt. Dahinter stecken etwa 50 Millionen Gesamtinvestition und eine geschätzte Wertschöpfung von fünf Millionen Euro für unsere Region“, berichtete Schumacher.

Die Einlagen der Kunden stiegen um 8,8 Prozent auf 213,3 Millionen Euro. Großer Beliebtheit erfreuten sich Anlagen in Wertpapieren, Investmentfonds oder Versicherungen. Das zeigt sich bei den Geldern, die die Bankkunden bei den Verbundpartnern angelegt haben. Dieser Wert lag im vergangenen Jahr bei 343,8 Millionen Euro – ein Plus von 4,5 Prozent.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss liegt bei 451.000 Euro. Durch einstimmigen Beschluss der Generalversammlung fließen davon drei Prozent als Dividende auf die Konten der 5.226 Mitglieder. Mit dem verbleibenden Teil ihres Überschusses stärkt die Raiffeisenbank ihr Eigenkapital.

Dass Digitalisierung auch im Firmenkundengeschäft nicht haltmacht, hat die Raiffeisenbank dazu bewogen, ihre Firmen- und Geschäftskundenberater mit Tablets auszustatten. Damit erleben die Unternehmer der Region nun moderne und bisher so nicht erlebte Beratungsqualität. „Bei dieser Art zu beraten, sind wir absolute Vorreiter in der Region“ erläuterte Hans Josef Schumacher.

Vorstandsmitglied Thomas Wagner ergänzte „Den Weg der digitalen Transformation und Fokussierung auf unsere Mitglieder und Kunden werden wir konsequent weitergehen, um auch in Zukunft unsere Marktstellung unternehmerisch und genossenschaftlich zu behaupten. Darin sehen wir einen klaren Auftrag.“

Große Einmütigkeit bewiesen die Mitglieder bei den anstehenden Beschlüssen. 268 anwesende Stimmen votierten einstimmig für die Feststellung des Jahresabschlusses und für die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Für Anja Hammes rückte Anita Lütz, Diplom-Pädagogin aus Pünderich, neu in den Aufsichtsrat nach. Jochen Hansen, Rechtsanwalt aus Blankenrath wurde mit knapp 94% der Stimmen souverän im Amt bestätigt.

Vorstand und Aufsichtsrat dankten explizit den 57 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie der ausscheidenden Aufsichtsrätin Anja Hammes für herausragende Leistungen.

Beim Umtrunk nach der Veranstaltung konnten sich die Mitglieder und Gäste untereinander oder im Gespräch mit den Mitarbeitern und Vorständen der Bank austauschen. Hier wurden viele interessante Gespräche geführt.