Raiffeisenbank Zeller Land eG schlägt den Markt

Generalversammlung vom 20.06.2017

Finanzierungspartner Nr. 1 der Region – gute Eigenkapitalausstattung – Dividende 4%

Zell  Die Raiffeisenbank Zeller Land verfolgt nach dem 2016 vollzogenen Generationswechsel im Vorstand ein ehrgeiziges Ziel: Die Kreditgenossenschaft will in ihrer Region künftig die „Nummer 1 in allen Finanzangelegenheiten“ sein. Das haben die beiden neuen Vorstandsmitglieder Hans Josef Schumacher und Thomas Wagner als ihr strategisches Ziel verkündet. Auf dem Weg dahin ist das Institut im vergangenen Jahr nach eigener Einschätzung ein gutes Stück weit vorangekommen.

In einem anspruchsvollen Umfeld mit anhaltender Niedrigzinspolitik, aktivem Wettbewerb, hohen regulatorischen Anforderungen und verändertem Kundenverhalten habe sich die Bank weiterhin sehr positiv entwickelt, meinte der Vorstand mit Blick auf das zurückliegende Geschäftsjahr. „Wir haben Zuwächse in allen wichtigen Bereichen zu verzeichnen. Wir haben unsere Ziele erreicht und diese teilweise sogar übertroffen“, zog Vorstandsmitglied Thomas Wagner dieser Tage auf der Generalversammlung sichtlich zufrieden Bilanz.

Wachstumsmotor im Jahr 2016 war die gestiegene Nachfrage nach Krediten – insbesondere von Seiten des gewerblichen Mittelstands und privater Wohnungsbauinvestoren. Sie führte zu einem Anstieg der Ausleihungen an Kunden um überdurchschnittliche 8,6 Prozent auf 114,5 Millionen Euro. „Dies ist“, so Vorstandsmitglied Hans Josef Schumacher, „Indiz dafür, dass wir es ernst meinen, Finanzierungspartner Nr. 1 der Region zu werden. Wir sind im Kreditgeschäft mehr als dreimal so stark gewachsen wie der Markt.“ Dem gegenüber stand ein Zuwachs bei den bilanziellen Kundeneinlagen in der Größenordnung von 3,8 Prozent auf 188,9 Millionen Euro. Die Bilanzsumme des Instituts erreichte am Jahresende einen Stand von 226,6 Millionen Euro (+3,5 Prozent). Das Kundengesamtvolumen, das sind die Ausleihungen und Einlagen in der eigenen Bilanz und bei den Partnerinstituten der genossenschaftlichen Finanzgruppe, lag zum Stichtag 31. Dezember bei 468 Millionen Euro.

Aufsichtsrat und Vorstände blicken auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Zufrieden äußerte sich der Vorstand zur Ertragssituation. Rückläufige Zinserträge infolge des Niedrigzinsniveaus hat die Bank durch gestiegene Einkünfte aus dem lebhaften Vermittlungsgeschäft und ein straffes Kostenmanagement mehr als ausgeglichen. So lag das erwirtschaftete operative Betriebsergebnis mit 1,8 Millionen Euro um 167.000 Euro über dem Vorjahreswert.

Ihren Jahresüberschuss hat die Bank nach Steuern und Zuweisung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken mit 545.000 Euro ausgewiesen. Durch Beschluss unter der von Rechtsanwalt Jochen Hansen geleiteten Generalversammlung erhalten die 5.650 Mitglieder daraus als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 4,0 Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Der verbleibende Gewinn fließt über die Rücklagen in das Eigenkapital. Eine starke Eigenkapitalbasis ist für den Vorstand die Basis für die Zukunftsfähigkeit der Raiffeisenbank Zeller Land. Vorstand Hans Josef Schumacher: „Es ist unser erklärtes Ziel, die Selbstständigkeit unserer Bank zu erhalten.“ Ausdrücklich Danke sagten sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat den engagierten Mitarbeitern, ohne die ein solches Ergebnis nicht möglich gewesen wäre.

Volle Rückendeckung für den vorgestellten und eingeschlagenen Kurs der Bank gab es auf der Generalversammlung von den Mitgliedern. Jeweils einstimmig votierten sie für die Feststellung des Jahresabschlusses und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Auch bei turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat zeigten sich die Mitglieder einig. Die ausgeschiedenen Aufsichtsräte Alexander Kroth, Siegfried Wilhelms und Alois Spengler wurden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Die Vorstände Hans Josef Schumacher (3. v.l.) und Thomas Wagner (2. v.r.) sowie Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Hansen (1. v.l.) ehrten Mitglieder für Ihre 50-jährige Mitgliedschaft bei der Raiffeisenbank Zeller Land.